Willkommen bei der Stiftung Erzählen! - Die moderne Bewahrerin.


Die Stiftung Erzählen sieht sich als eine Bewahrerin der Zukunft. Dies mag verquer anmuten, doch ist das Bewahren erzählerischer Mündlichkeit und Lebensgeschichten ein Dienst an zukünftigen Generationen.

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Die erzählerischen Traditionslinien der Vergangenheit sind unwiederbringlich verloren - aber warum zetern?

Es gilt das freie, mündliche Erzählen von Lebens-Geschichten in der Gegenwart zu stärken. Erzähler zu fördern - sie professionell auszubilden - ihnen Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen.

Sie erhalten hier einen ersten Überblick über Stiftungsziele, über unsere biographischen Dienste, den Möglichkeiten der Zustiftung und Aufnahme in das Stifter-Kuratorium.

 

Viel Freude bei Ihrem Besuch auf unserer Seite!

 

Der Vorstand

 

Die Stiftung Erzählen ist Mitglied im Bundesverband deutscher Stiftungen.

Stiftungsziele

"Mit der Verbreitung von Radio und Fernsehen ging das Ende der häuslichen Erzählgemeinschaften, sowie das Umherziehen von Geschichten- und Märchenerzähler einher", so die Forschungsergebnisse von Volkskundlern. Sprachwissenschaftler sehen das Abnehmen der Mündlichkeit in der zunehmenden Verbreitung von Literatur in der Gesellschaft begründet.

 

Doch der Zulauf, dessen sich Erzähler und Erzählveranstaltungen neuerdings erfreuen, widerspiegelt die alte-neue Sehnsucht vieler Menschen nach erzählerischer Mündlichkeit, Sprachästhetik, persönlicher Ansprache und Zuwendung in Form von Geschichten.

Das wachsende Angebot an Erzähl-Seminaren und -Ausbildungslehrgängen, wie auch Erzähler-Agenturgründungen können als Beleg für eine Renaissance der Mündlichkeit dienen. Diesem Trend steht jedoch eine lückenhafte theoretische Reflektion zur Frage der Inhalte und Vermittlung von Erzählkompetenz gegenüber.

 

Verschärft könnte man behaupten, dass das freie mündliche Erzählen als eigenwertiges sprachliches Handeln zwar zu den ältesten Kulturtechniken des Menschen gehört aber paradoxerweise in seiner gesellschaftlichen Förderung wie auch in seiner wissenschaftlichen Reflexion (mit Ausnahmen: Ehlich, Merkelbach, Merkel, u.a.) in den Kinderschuhen steckt. Der Förderung der nachgelagerten erzählenden Schriftlichkeit hingegen kommt ein höherer Stellenwert zu. Die Gründe dafür sind vielfältig; oft sind sie im Spannungsfeld von Schriftlichkeit und Mündlichkeit zu suchen.

 

Als eigenwertiges sprachliches Handeln ist das "erzählende Sprechen" für sich selbst dem medienkonsumierenden Menschen meist kaum bewusst, sieht man von Präsentations- und Rhetoriktrainings ab. Und dies "obschon es sich um ein eigenständiges Lernfeld handelt, in dem es durch Produktion, also durch Handeln [Erzählen], und der Reflexion dieses Handelns etwas zu entdecken und lernen gibt" (Merkelbach).

 

Ziel der Stiftung Erzählen ist es, die wissenschaftliche Erzähl-Forschung wie auch die praktische didaktische Umsetzung der Erzählkompetenzförderung zu unterstützen. Gleichzeitig fördert die Stiftung Veranstaltungen, die Menschen motivieren, ihre eigene erzählerische Mündlichkeit und Sprachästhetik (wieder) zu entdecken und weiterzuentwickeln. Insbesondere liegt uns die Entstehung einer erzählerischen Generationenbrücke zwischen "Alt & Jung" am Herzen.

 

Nicht zuletzt setzen wir uns für die Professionalisierung und Hebung des Erzählerberufes in der öffentlichen Wahrnehmung ein. Um dieses Ziel zu erreichen unterstützen wir zum Beispiel ausgewählte Bildungsträger in der Konzeption und Durchführung von Ausbildungslehrgängen zu GeschichtenerzählerInnen.